Seminare

(An)Erkennen, was ist – Eine Bewusstseins-Schulung von Homöopathen für Homöopathen

Jutta Plomer, HP, und Jürgen Putfarken, HP
Akademie für Homöopathie, Grubmühlerfeldstr. 14a, Gauting

„Und wieder läuft mein Fall nicht!" Diese Erfahrung macht wohl hin und wieder jeder Homöopath: Trotz intensiver Bemühungen ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Woran mag das liegen? An mangelndem Fachwissen? In einer homöopathischen Anamnese trifft nicht nur Fachwissen auf „Krankheitszeichen, Patientenempfindungen und Symptome", sondern Mensch auf Mensch.

Von der Quantenphysik wissen wir, dass wir keine unbeteiligten Beobachter sind. Die Kenntnis über die Beziehung und die Wechselwirkungen von Mensch zu Mensch macht uns deutlich, wie wichtig unsere innere Haltung ist und wie entscheidend es ist, sich selbst zu (er)kennen.

Anhand von vier aufeinander aufbauenden Seminarbausteinen wollen wir diese Wechselwirkungen erfahrbar machen.  Ganz im Sinne von Anthony de Mello
(1937-1987, indischer Jesuitenpater und Weisheitslehrer):

„Das Bewusstsein unserer selbst ist auch ein Mittel, um Bewusstheit für den anderen zu entfalten.
Nur insofern ich meine eigenen Gefühle kenne, kann ich die Gefühle anderer bewusst wahrnehmen.
Nur insofern ich meine eigenen Reaktionen auf andere kenne, kann ich ihnen in Liebe begegnen, ohne ihnen zu schaden.
Wenn ich sensibel werde für mein eigenes Wesen, dann entwickle ich auch ein feineres Bewusstsein für das Wesen meines Bruders.
Wenn es mir schwer fällt, die Wirklichkeit, die mir am nächsten liegt, nämlich mich selbst, zu erkennen – wie schwer muss es mir erst fallen, Gott und meinen Bruder zu erkennen?"

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Jürgen Putfarken lebt und arbeitet als Heilpraktiker in Dachau. Seit 1987 eigene homöopathische Vollzeitpraxis. Seit 1991 regelmäßig Hospitanten in der Praxis. Seit 1996 Leitung homöopathischer Arbeitskreise. 2001–2004 Leitung von Seminaren.

„Oft wollen die Homöopathen ihren Lehrer kopieren oder geben früh frustriert auf, weil sie „die Fähigkeiten des Lehrers" nicht hätten. Die Fleißigen eignen sich noch mehr Materia Medica an und studieren gut gelungene Fälle, um erfolgreicher in ihrer Praxis zu sein.
Wir können uns Anregungen von anderen holen. Wir können und sollten jedoch keinen anderen kopieren. Stattdessen geht es darum, die eigenen Ressourcen anzuwenden und das eigene Potential zu entdecken um mögliche Erfolgsblockaden aus dem Weg zu räumen." 

Jutta Plomer lebt und arbeitet als Heilpraktikerin in Starnberg. Sie war viele Jahre als Ingenieurin in beratender Funktion im In- und Ausland tätig, hat in dieser Funktion Projekte geleitet und Schulungen durchgeführt. Seit 2007 führt sie ihre eigene homöopathische Praxis.
„Mein Praxiserfolg stellte sich ein, nachdem ich meine persönlichen Baustellen und Blockaden erkannte. Das motivierte mich, mehr darüber zu erfahren: Parallel zur Praxisarbeit absolvierte ich eine dreijährige Fortbildung in Potentialorientierter Psychotherapie (Dr. Wolf Büntig, ZIST). Diese ermöglichte mir noch mehr Eigenentwicklung und hat mir gezeigt, welches Potenzial die Arbeit am eigenen Bewusstsein für Homöopathen bereitstellt. Gleichzeitig erwachte meine Begeisterung für die Arbeit mit Gruppen wieder."

Seminarbaustein 1: Identität

„Nur einmal machte man mich sprachlos. Es war, als mich jemand fragte: Wer bist Du?"
(Khalil Gibran, 1883-1931, Philosoph, Dichter und Maler)

Wer bin ich?
Mit wem und/oder was identifiziere ich mich? Wie möchte ich, dass andere mich sehen? Welche Rolle habe ich in der Gesellschaft? Wie weit halten mich meine frühen Prägungen bzw. Erlebnisse unbewusst davon ab, in wahren Kontakt mit mir und anderen zu gehen?
In diesem Baustein nähern wir uns dem an, was uns wirklich ausmacht.

Seminarbaustein 2: Intuition, Gefühl und Verstand

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."
(Albert Einstein)

Intuition ist die zentrale Fähigkeit zur Verarbeitung von Informationen mit großer Komplexität. In der homöopathischen Anamnese werden wir mit vielen Informationen konfrontiert, die wir teilweise bewusst wahrnehmen und die teilweise unbewusst auf uns wirken und unser Handeln bestimmt. Konkurriert mein Verstand mit meiner Intuition?

Gefühle können mich in meiner Handlungsfähigkeit einschränken, wenn ich ihnen ausgeliefert bin. Welche Gefühle ruft mein Patient bei mir hervor? Nehme ich meine Gefühle bewusst wahr, kann ich sie spüren oder erkläre ich sie nur mit meinem Verstand? Kann ich meine Gefühle von denen meines Patienten unterscheiden?

In gemeinsamen Übungen haben Sie die Möglichkeit alle Ebenen - Verstand, Gefühl und Intuition – zu erkunden. Ziel ist es mit allen gut in Kontakt zu sein, ihnen vertrauen zu können und zu erfahren, wie sie sich gegenseitig unterstützen können.

Seminarbaustein 3: Der innere Verhinderer

„Eine Änderung des Bewusstseins verändert unbewusst auch das Sein."
(Gerhard Uhlenbruck)

Kennen Sie das: Sie sitzen Ihrem Patienten gegenüber und spüren geradezu seinen Widerstand? Da geht es nicht weiter! Das ist wie eine unsichtbare rote Karte, die er Ihnen zeigt und doch wäre es hilfreich, wenn er den Widerstand aufgeben könnte.

In diesem Baustein kommen wir mit unseren eigenen Überlebensmustern in Kontakt.

Wenn wir eine Ahnung von unseren eigenen Verhinderern haben, können wir ein besseres Verständnis zu denen unserer Patienten aufbringen.

Wir erkunden, wie es gelingen kann, sich einerseits von alt gedienten Selbst-Verhinderungen zu lösen und andererseits die schicksalhaft gegebenen Begrenzungen zu akzeptieren und liebevoll (an)zuerkennen.

Seminarbaustein 4: Resilienz

„Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen."
(Nelson Mandela)

Die Wechselwirkung zwischen mir und meinem Patienten ist in den ersten drei Modulen verständlicher geworden, das eigene Wesen besser bekannt. Mit Krisen, sowohl im Leben, als auch in der homöopathischen Praxis selbstwirksam umgehen zu können heißt, die eigenen Ressourcen und Potentiale zu kennen. Diese gilt es jetzt im letzten Baustein zu erarbeiten. Außerdem werden wir gemeinsam das Thema Resilienz auch bzgl. homöopathischer Fallverläufe beleuchten.

Seminargestaltung

Die vier Seminarbausteine sind als therapeutisches Erfahrungsseminar konzipiert, die notwendigen theoretischen Kenntnisse und methodischen Grundlagen werden vermittelt. Durch Übungen können Sie u.a. erfahren, was es heißt, Teilnehmer und Beobachter zugleich zu sein.

In einer achtsamen Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, den eigenen Konditionierungen und Prägungen auf die „Schliche" zu kommen. Die eignen Erfahrungen ermöglichen es Ihnen,  zu (er)kennen was ist. Die Selbsterkundung findet in Kleingruppen, als Austausch im Plenum und vertiefenden Gesprächen statt. Somit hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit mit seinem eigenen Prozess in der Gruppe teilzunehmen und gleichzeitig prägend und wichtig für den gesamten Prozess zu sein. Dies fördert das Wachsen aller.

Die Gruppengröße umfasst maximal 25 Teilnehmer.

Persönliche Anliegen und typische Praxisbeispiele sind erwünscht, ihnen wird ausreichend Raum gegeben.

(An)Erkennen, was ist – Eine Bewusstseins-Schulung von Homöopathen für Homöopathen

Dauer: 4 Seminarbausteine à 2,5 Tage
Termine: 27. – 29.09.2019;  25. – 27.10.2019;  06. – 08.12.2019;  17. – 19.01.2020
Seminarzeiten Fr. 18.00 – 20.00 Uhr, Sa 09.00 – 18.00 Uhr, So 09.00 - 16.00 Uhr
Kosten: 1.000 € für das gesamte Modul, zahlbar in 4 Raten à 250 €

Es werden 16 UE Homöopathie-Fortbildung pro Wochenende bestätigt.
CME-Punkte für Ärzte werden nicht beantragt.



Seminarnummer: 19091

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